Beihilfen
Ein faires und ausreichendes Stipendiensystem
60 % der Studierenden müssen arbeiten, anders ist das Studium nicht leistbar. Selbst wenn nur ein Elternteil verdient und die Eltern zusätzlich getrennt leben, ist die Beihilfe meist unter 100 Euro. Damit ist kein Studium leistbar und reiche Eltern haben leider nicht alle.
Ein erster Blick auf die Höhe der Studienbeihilfe in Österreich zeigt uns: die Stipendien sind viel zu niedrig. Der maximale Betrag, der für Studienbeihilfenbezieher_innen in Österreich ausbezahlt wird, beträgt 679 Euro monatlich. Dieses Höchststipendium bekommen aber nur Student_innen, deren Eltern nach Abzug der Frei- und Absetzbeträge weniger als 4.725,- Euro pro Jahr verdienen.
Es ist notwendig, die Stipendien zu erhöhen und den Bezieher_innenkreis auszuweiten, um den Effekt der sozialen Selektion etwas abzufedern.
Langfristig kann die Lösung aber nur die Einführung eines Grunstipendiums heißen. Dieses Grundstipendium soll in der Höhe von monatlich 770 Euro an alle Studierenden in der Durchschnittsstudiendauer ausbezahlt werden und sicherstellen, das es allen Menschen möglich ist zu studieren.
Dabei müssten die erste Schritte müssen sein:
• Die tatsächliche Erhöhung der Studienbeihilfe
• Direktauszahlung der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages an die Studierenden
• Ausweitung der Anspruchsdauer für Stipendien
• Ausweitung der staatlichen Unterhaltsvorschüsse auf Studierende
• Studieren muss wieder als Vollzeittätigkeit gewertet werden!
Familienbeihilfe bis 26
Es kann nicht sein das Studierende dazu gezwungen werden, mit 24 bereits mit dem Studium fertig zu sein. Das ist vollkommen unrealistisch! Das bedeutet nämlich vor allem auch das Studierende mit einem 5 Jährigen Studium nicht einmal mehr ihre Toleranz ausnützen können, nur aufgrund ihrer finanziellen Situation.
Gerechte Bedingungen
Ausnahmen sind die Regel, zumindest was die österreichische Gesetzgebung anbelangt. Ob es um die Absetzbarkeit in der Arbeitnehmerveranlagung geht, oder die Studienbeihilfe in Sonderfällen, bspw. in der Studieneingangsphase betrifft, immer wieder werden junge Menschen an ihrer verdienten Ausbildung behindert. Es gehören unfaire und unschafbare Bedingungen abgeschafft und zwar jetzt.
Studieren und Wohnen
Studierendenheime wieder vergünstigen
Selbstbehalt für Studierende bei der Wohnbeihilfe muss abgeschafft werden
Beschränkung der MaklerInnenprovisionen auf eine Monatsmiete
Abschaffung der Kautionen und der Vertragsgebühr bei Mietverträgen
Die ausnahmslose Anwendung des Mietrechtsgesetzes auf alle Wohnungen
Wohnbeihilfe (inkl. Mindestförderungen pro qm) für WGs in allen Bundesländern. Über diese Forderungen hinaus werden wir auch für einen langfristigen Paradigmenwechsel in der Wohnpolitik kämpfen – eine wirkliche Stärkung von MieterInnen kann nur mit gänzlich neuen und visionären Konzepten einhergehen.
Strukturelle Integration von Wohnpolitik und öffentlichem Verkehr
Unterstützungen der ÖH
Ausbau des Sozialtopfes
Ausweiterung des Bezieher_innenkreises für den Sozialtopf
Krankenversicherung
Ausweitung der Studentischen Selbstversicherung
Rücknahme der Verdoppelung der Kosten für die Studentische Selbsversicherung
